BMW will seine Designstrategie neu ausrichten und dafür sorgen, dass Elektro- und Benzinmodelle dieselbe Optik teilen. Der Schritt wurde bei einem Medienrundtisch auf der CES 2025 in Las Vegas angekündigt. Dort betonte BMW-Entwicklungsvorstand Frank Weber, wie wichtig eine einheitliche Designsprache über alle Fahrzeugtypen hinweg sei. Damit entfernt sich der Hersteller von der bisherigen Praxis, Elektroautos über futuristische Designs von den übrigen Modellen abzuheben.
Eine einzige Vision für alle Modelle
Weber machte deutlich, dass das Wesen eines BMW nicht von seinem Antrieb bestimmt werden sollte. Er unterstrich das Bekenntnis des Herstellers zu einer einzigen Designhaltung, unabhängig davon, ob ein Auto von einem Verbrennungsmotor (ICE) oder einem batterieelektrischen System angetrieben wird. Diese Philosophie zeigt sich in den kommenden Neue-Klasse-Elektroautos von BMW, die ihr Designgerüst mit künftigen Benzinmodellen teilen werden. Ziel ist es, zu vermeiden, dass eine Fahrzeugart moderner oder fortschrittlicher wirkt als die andere.
Abkehr von traditionellen Normen
Historisch zeigten BMWs frühe Vorstöße in die Elektromobilität, etwa die Modelle i3 und i8, eigenständige und futuristische Designs, die sie von ihren Benzin-Pendants abhoben. Das führte jedoch zu dem Eindruck, zwischen den Fahrzeugtypen bestehe keine Verbindung. Indem BMW die Designsprache über alle Modelle hinweg angleicht, will der Hersteller eine kohärente Markenidentität schaffen, die bei Kundinnen und Kunden ankommt, die sowohl Innovation als auch Vertrautheit in ihrem Fahrzeug suchen.
Die Vorteile eines einheitlichen Designs
Die Entscheidung für einen einheitlichen Designansatz bringt mehrere Vorteile. Sie vereinfacht den Produktionsprozess, weil separate Designstrategien für Verbrenner- und Elektromodelle entfallen. Zudem stärkt sie die Markenidentität, sodass Verbraucher die Marke BMW über verschiedene Fahrzeugtypen hinweg leichter erkennen und ihr vertrauen können. Diese Strategie positioniert BMW außerdem als Vorreiter dabei, wie Hersteller Design in einer Zeit gestalten können, in der die Elektrifizierung immer weiter zunimmt.
Der Blick zurück als Weg nach vorn
Mit Blick auf frühere Designentscheidungen räumte Weber ein, dass die Trennung von E-Auto-Designs und klassischen Benzinmodellen einer der großen Fehler der Branche gewesen sein könnte. Aus diesen Erfahrungen will BMW den Weg in eine neue Ära ebnen, in der Designeinheit Vorrang vor einer Differenzierung nach Antriebstechnik hat.
Diese strategische Neuausrichtung zeigt, dass BMW innovativ sein will und zugleich das Erbe von Fahrzeugen respektiert, die sofort wiedererkennbar und dauerhaft attraktiv sind. Während sich die Automobilindustrie weiter wandelt, könnte BMWs Ansatz einen neuen Standard dafür setzen, wie Hersteller Elektroautos in ihre bestehenden Modellreihen integrieren, ohne ihre Markenessenz zu verlieren.
Quelle: Greencarreports