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Ferrari Luce: Erstes Elektroauto des Herstellers ist da

Illustrationsfoto
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Ferrari hat das Undenkbare getan – und es wirkt dennoch unvermeidlich. Am 25. Mai 2026 lüftete die italienische Marke in Rom das Tuch über dem Luce, ihrem ersten Elektroauto. Kein Konzeptfahrzeug. Kein Hybrid-Vorbote. Ein echtes Auto, für echte Straßen gebaut – und dazu bestimmt, neu zu definieren, was Ferrari im elektrischen Zeitalter bedeutet. Es hat 1.050 PS, vier unabhängige Motoren, eine 122-kWh-Batterie und ein Design von dem Mann, der der Welt das iPhone schenkte. Der Luce ist anders als alles, was Ferrari je gebaut hat – und er ist schon jetzt eines der wichtigsten Elektroautos, die je angekündigt wurden.

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Ein Name, der Licht bedeutet

Der Name Luce – italienisch für „Licht“ – wiegt mehr als nur poetisch. Er steht für eine bewusste, selbstbewusste Hinwendung zur Zukunft bei einem Unternehmen, das über sieben Jahrzehnte lang von brüllenden Verbrennungsmotoren geprägt war. Ferrari hat dieses Auto nicht sicher oder abstrakt benannt, sondern Licht. Und bei einem technisch derart radikalen Fahrzeug wirkt diese Wahl verdient.

Der Luce wurde live bei einer globalen Veranstaltung in Rom enthüllt und weltweit gestreamt. Er markiert Ferraris Einstieg nicht nur in die Elektromobilität, sondern in ein völlig neues Segment der Marke: die fünfsitzige Luxuslimousine. Für ein Unternehmen, dessen Identität auf zweisitzigen Sportwagen und Mittelmotor-Supersportwagen aufbaut, ist das ein Erdbeben – eines, auf das sich die Marke sorgfältig vorbereitet hat und das sie mit bemerkenswertem Ehrgeiz umsetzt.

Die Zahlen: Ein Supersportwagen in der Karosserie einer Limousine

Die Fahrleistungen des Luce verlangen Aufmerksamkeit. Vier Elektromotoren – einer an jedem Rad – liefern eine Systemleistung von 1.050 PS (830 kW). Allein die Heckmotoren leisten 620 kW und drehen bis zu 25.500 U/min; die vorderen zwei steuern 210 kW bei 30.000 U/min bei. Das Ergebnis: 0–100 km/h in 2,5 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h. Das sind Hypercar-Werte in einem Auto mit Rücksitzbank für drei Passagiere.

Die 122-kWh-Batterie – sie besteht aus 210 Zellen – arbeitet mit einer 800-V-Architektur und unterstützt Gleichstrom-Schnellladen mit 350 kW. Die europäische WLTP-Reichweite liegt bei rund 530 km, womit der Luce für Langstrecken quer über den Kontinent wirklich tauglich ist. Das Auto wiegt 2.260 kg – ein Gewicht, das Ferraris Ingenieure mit einer aufwendigen Allradlenkung und einem adaptiven Fahrwerk kompensiert haben, das sich laufend an die Straßenverhältnisse anpasst.

Entworfen von dem Mann hinter dem iPhone

Vielleicht der überraschendste Aspekt des Luce ist seine Design-Herkunft. Ferrari beauftragte LoveFrom – das von Jony Ive und Marc Newson gegründete Kreativstudio – damit, Interieur und Identität des Autos zu gestalten. Es ist LoveFroms erstes Automobilprojekt und Ives erster großer Designauftrag nach seinem Abschied von Apple, wo er für iMac G3, MacBook Air und iPhone verantwortlich war.

Das Ergebnis ist ein Interieur von beinahe strenger Präzision. Bauteile sind aus einzelnen Metallstücken gefräst. Das Lenkrad besteht aus 100 % recyceltem Aluminium. Statt auf großflächige Touchscreens zu setzen, entschieden sich Ferrari und LoveFrom für eine haptische, auf Bedienelemente ausgerichtete Schnittstelle – ein bewusster Gegenentwurf zur Alles-berühren-Philosophie, die in der Branche zum Standard geworden ist. Samsung-exklusive OLED-Displays sind vorhanden, stehen aber neben physischen Bedienelementen, nicht an deren Stelle.

Der Klang der Stille – anders gelöst

Eine der heikelsten Herausforderungen für jeden elektrischen Supersportwagen ist der Klang. Ferraris Antwort für den Luce ist typisch einfallsreich. Statt einen künstlichen Motorsound zu synthetisieren, montierten die Ingenieure einen Präzisions-Beschleunigungssensor in der Mitte der Hinterachse. Er erfasst die tatsächlichen Schwingungen der rotierenden elektrischen Komponenten – verstärkt und geformt zu einem Hörerlebnis, das echt ist und nicht simuliert. Ferrari beschreibt es als „die Stimme der Motoren selbst“.

Ob das jene zufriedenstellt, die dem V12 nachtrauern, ist eine Frage für einen anderen Tag. Der Ansatz aber – verwurzelt in physikalischer Realität, nicht in theatralischer Vortäuschung – passt zu allem, wofür der Luce nach Ferraris Darstellung steht.

Ein Ferrari für fünf – mit drei Plätzen in der zweiten Reihe

Der Luce bietet Platz für fünf Passagiere, mit einer durchgehenden Dreiersitzbank hinten – wieder eine Premiere bei Ferrari. Der Innenraum bietet 21 Kubikfuß Ladevolumen – mehr als ein Porsche Taycan – und ist nach Ferrari-Maßstäben damit ein echtes Familienauto. Allradlenkung und die unabhängig angesteuerten Motoren erlauben ein Torque-Vectoring, das präzise genug ist, um jeder Fahrzeugecke innerhalb von Millisekunden eine andere Leistung zuzuweisen.

Zur Serienausstattung gehört ein adaptives Fahrwerk, und die Schaltwippen haben eine neue Aufgabe: Statt Gänge zu wechseln, regeln sie die Rekuperationsstärke und die Drehmomentverteilung zwischen den Achsen. Das Fahrerlebnis, verspricht Ferrari, werde sich unverkennbar als Ferrari anfühlen – auch ohne Verbrennungsmotor.

Preis und Besitz

Ein offizieller Preis ist noch nicht bestätigt, doch Schätzungen von Autoanalysten gehen von einem Einstiegspreis des Luce von rund $645.000 aus (etwa 595.000 € zum aktuellen Wechselkurs). Damit liegt er klar im Revier von Rolls-Royce Spectre, Bentley Flying Spur und Porsche Taycan Turbo GT – auf dem Papier übertrifft er sie allerdings alle.

Ferrari flankiert den Luce mit einer Batteriegarantie von 8 Jahren bzw. 100.000 Meilen und 7 Jahren kostenloser Wartung – ein Paket, das Vertrauen in die Langlebigkeit des Antriebsstrangs signalisiert und Ferraris Ernsthaftigkeit beim Thema Elektroauto unterstreicht. Das Auto soll als Modelljahr 2027 in Produktion gehen.

Warum das für Europa wichtig ist

Ferraris Entscheidung, mit einer Luxuslimousine statt mit einem reinen Sportwagen in den Elektromarkt einzusteigen, ist wohlüberlegt. Das europäische Ultra-Luxussegment wird bereits vom Rolls-Royce Spectre, der vollelektrischen Ausrichtung des Bentley EXP 100 GT Concept und den AMG-Elektroambitionen von Mercedes-Benz umkämpft. Ferrari – eine Marke mit wohl der stärksten emotionalen Strahlkraft in der Automobilgeschichte – kommt nicht als Nachzügler, sondern mit einem Produkt, das technisch angriffslustiger ist als alles, was das Segment bisher gesehen hat.

Für europäische Käufer kommt der Luce zudem zu einem Zeitpunkt, an dem die EU-Emissionsziele zum Ende der 2020er-Jahre weiter verschärft werden – was selbst Ultra-Luxusmarken dazu bringt, ihre elektrische Wende zu beschleunigen. Ferrari ist kein Außenseiter mehr, der am Verbrenner festhält, während andere nach vorn preschen. Mit dem Luce setzt die Marke einen neuen Standard – und tut das öffentlich, in Rom, vor den Augen der ganzen Welt.

Wie weit kommt der Ferrari Luce mit einer Ladung?

Der Ferrari Luce wird nach dem europäischen WLTP-Standard mit rund 530 km angegeben. Seine 122-kWh-Batterie unterstützt Gleichstrom-Schnellladen mit 350 kW, was auf langen Fahrten schnelles Nachladen ermöglicht.

Wer hat das Interieur des Ferrari Luce entworfen?

Das Interieur des Luce stammt von LoveFrom, dem Kreativstudio, das Jony Ive (früher Chief Design Officer bei Apple) und Marc Newson mitgegründet haben. Es ist LoveFroms erstes Automobilprojekt und kombiniert gefräste Metallbauteile, Details aus recyceltem Aluminium und Samsung-OLED-Displays mit physischen Bedienelementen.

Wann ist der Ferrari Luce erhältlich – und was kostet er?

Der Luce soll als Modelljahr 2027 in Produktion gehen. Ein offizieller Preis wurde nicht genannt, doch Branchenschätzungen gehen von einem Einstiegspreis um $645.000 aus (rund 595.000 €). Ferrari bietet eine Batteriegarantie von 8 Jahren bzw. 100.000 Meilen und 7 Jahre kostenlose Wartung.

Quelle: https://www.motor1.com/news/796820/ferrari-luce-livestream-debut/

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Charging Insights AI AI 24.08.2026 22:10
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