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Den bZ4X Touring gibt es in zwei Varianten. Die frontgetriebene Ausstattungslinie Design nutzt eine eAxle mit 165 kW (224 DIN-PS) und kommt auf einen homologierten Verbrauch von nur 14,0 kWh/100 km. Das entspricht einer WLTP-Reichweite von bis zu 591 km (367 Meilen) mit einer Ladung – genug, um die meisten europäischen Länder ohne Zwischenstopp zu durchqueren.
Wer mehr Schub will, wählt die allradgetriebene Version Excel: Ein zusätzlicher Heckmotor mit 167 kW bringt die Gesamtleistung auf 280 kW (380 DIN-PS). Toyota gibt den Sprint von 0 auf 100 km/h mit 4,5 Sekunden an – damit ist der Touring das schnellste Elektroauto, das die Marke je gebaut hat. Der Kompromiss: eine weiterhin respektable WLTP-Reichweite von 528 km (328 Meilen) auf 18-Zoll-Felgen, mit den optionalen 20-Zoll-Felgen sind es 479 km.
Beide Varianten teilen sich eine Lithium-Ionen-Batterie mit 74,7 kWh brutto (71 kWh netto). Dank neuer Siliziumkarbid-Halbleiter im Wechselrichter arbeiten die eAxles effizienter als die Hardware der ersten bZ4X-Generation, was die Reichweite im Alltag auch bei gemischtem Fahrprofil verlängert.
Robust im Auftritt
Optisch ist der Touring unverkennbar ein bZ4X, tritt aber deutlich robuster auf. Neu gestaltete Stoßfänger, Unterfahrschutz, Radlaufverkleidungen mit Struktur-Oberfläche und mattschwarze Leichtmetallfelgen verleihen ihm einen Outdoor-Look. Die serienmäßige Dachreling trägt bis zu 80 kg, das AWD-Modell darf 1.500 kg ziehen – ein Wert, der es klar im Familienurlaubs-Segment positioniert. Für die FWD-Version sind 750 kg zugelassen.
Das praktischste Upgrade steckt im Heck. Der Touring ist 140 mm länger als der Standard-bZ4X, und der gesamte Zuwachs kommt dem Kofferraum zugute. Bei aufgestellter Rückbank wächst das Ladevolumen auf 669 Liter – 48 % mehr als beim regulären Modell und einer der größten Werte im Segment. Klappt man die im Verhältnis 60:40 teilbare Rückbank um, steigt das Volumen auf 1.718 Liter. Eine elektrisch betätigte Heckklappe und ein klappbarer Entriegelungshebel im Laderaum erleichtern den Zugang, wenn die Hände voller Campingausrüstung sind.
Laden auch bei Kälte
Der Kaltwettertauglichkeit hat Toyota viel Aufmerksamkeit gewidmet. Eine Batterievorkonditionierung wärmt den Akku vor der Ankunft an einer DC-Schnellladesäule, sodass der Ladehub von 10 auf 80 % bei 150 kW in nur 28 Minuten möglich ist. Selbst bei -20 °C dauert der Vorgang nur rund 30 Minuten – eine wichtige Beruhigung für Käufer in Nordeuropa und im Alpenraum.
Das Onboard-Ladegerät für Wechselstrom (AC) leistet je nach Ausstattungslinie 11 kW oder 22 kW; eine Vollladung über Nacht dauert damit etwa 7 bzw. 3,5 Stunden. Außerdem unterstützt das Fahrzeug EV-Routing, das Ladestopps dynamisch auf Basis des aktuellen Verbrauchs und des verbleibenden Ladezustands empfiehlt.
Im Innenraum
Die Innenraumaufteilung dürfte bZ4X-Fahrern bekannt vorkommen: ein schmales, horizontal ausgerichtetes Instrumentenpanel, ein 14-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole und Toyotas Mittelkonsole „digital island“ mit Drehwählhebel für die Fahrstufe und zwei induktiven Ladeflächen. Der Touring ergänzt eine exklusive Innenraumfarbe namens City Moss und, in der hochwertigen Linie Excel, ein einteiliges Panoramadach. Fondpassagiere profitieren von Luftausströmern und zwei USB-Anschlüssen mit 60 W.
In Sachen Sicherheit umfasst das Paket Toyota T-Mate die neuesten Funktionen von Toyota Safety Sense: Pre-Collision System mit Kreuzungsassistenz, Emergency Steering Assist, Lane Trace Assist und Safe Exit Assist. Software-Updates Over-the-Air sorgen dafür, dass die Fähigkeiten des Fahrzeugs über seine gesamte Lebensdauer hinweg verbessert werden können.
Offroad-Qualitäten
Toyota betont, dass es sich nicht nur um einen höhergelegten Kombi handelt. Das AWD-Modell bietet X-MODE mit wählbaren Einstellungen für Schlamm, Schnee und Tiefschnee sowie Grip Control und Downhill Assist für grobes Gelände. Ein Multi-Terrain Monitor und ein Panoramic View Monitor helfen dem Fahrer, die Räder auf rutschigen Steigungen präzise zu setzen. Der bZ4X Touring kann zudem bis zu 500 mm tiefes Wasser durchwaten – praktisch bei Flussdurchfahrten zur Schneeschmelze oder auf überfluteten Waldwegen.
Auch die Frontantriebsvariante erhält einen eigenen Snow-Modus, um das Drehmoment auf griffarmen Oberflächen zu dosieren – ein durchdachtes Detail für Käufer in Mittel- und Osteuropa.
Preis und Verfügbarkeit
Im Vereinigten Königreich startet der bZ4X Touring Design (FWD) bei 45.995 £ zu On-the-Road-Preisen, nur 735 £ mehr als der vergleichbare Standard-bZ4X. Der AWD Excel beginnt bei 51.695 £, also 685 £ über dem bZ4X Excel. Vorbestellungen sind jetzt möglich, die ersten Auslieferungen sind für Juli 2026 geplant. Alle Spezifikationen und Details zum Konfigurator stehen im offiziellen Newsroom von Toyota Europe.
Auf der anderen Seite des Atlantiks wird dasselbe Fahrzeug als Toyota bZ Woodland verkauft, ab 45.300 US-Dollar, mit einer nach EPA ermittelten Reichweite von bis zu 281 Meilen und 3.500 Pfund Anhängelast. Es ist Teil einer breiteren Elektro-Offensive von Toyota: Der aktualisierte bZ4X des Modelljahres 2026 war im ersten Quartal 2026 bereits das drittbestverkaufte Elektroauto in den Vereinigten Staaten.
Was das für Europa bedeutet
Der bZ4X Touring kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Europäische Käufer suchen zunehmend nach Elektro-SUVs, die sie nicht zwischen Effizienz und Alltagstauglichkeit wählen lassen. Mit längerem Aufbau, mehr Leistung und echten Offroad-Fähigkeiten zielt Toyota direkt auf Familien, die ein Auto wollen, das sowohl den Arbeitsweg am Montag als auch ein Wochenende in den Alpen bewältigt.
Ob der Touring an den kommerziellen Erfolg des Standard-bZ4X anknüpfen kann, bleibt abzuwarten. Auf dem Papier entkräftet er jedoch viele Kritikpunkte am Ursprungsmodell: mehr Platz, mehr Leistung, schnelleres Laden und ein eigener Charakter.
Wie weit kommt der Toyota bZ4X Touring mit einer vollen Ladung wirklich?
Die Frontantriebsversion ist nach WLTP kombiniert für bis zu 591 km (367 Meilen) homologiert. Das Allradmodell schafft auf 18-Zoll-Felgen bis zu 528 km (328 Meilen), mit den optionalen 20-Zoll-Felgen 479 km.
Eignet sich der bZ4X Touring zum Ziehen eines Wohnwagens?
Ja. Die AWD-Variante darf 1.500 kg ziehen, die FWD-Version 750 kg. Das reicht für einen mittelgroßen Wohnwagen oder einen Anhänger mit Outdoor-Ausrüstung.
Wird der bZ4X Touring auch außerhalb des Vereinigten Königreichs verkauft?
Toyota hat das Modell für den europäischen Markt aufgelegt, die Verfügbarkeit wird sich in den kommenden Monaten auf weitere EU-Länder erstrecken. In den Vereinigten Staaten wird das technisch identische Fahrzeug als Toyota bZ Woodland vermarktet.
Quelle: https://electrek.co/2026/05/13/toyota-launches-bz4x-touring-most-powerful-non-gr-ev/