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Electrify America eröffnet größten Hub: 24 Ladesäulen mit 350 kW in Orlando

Eine Reihe weißer DC-Schnellladesäulen von Electrify America mit CCS-Kabeln auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums Sand Lake Corners South in Orlando, Florida. KI-generierte Illustration.
Eine Reihe weißer DC-Schnellladesäulen von Electrify America mit CCS-Kabeln auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums Sand Lake Corners South in Orlando, Florida. KI-generierte Illustration.
24 Ladepunkte auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Orlando, jeder mit bis zu 350 kW. Der bisher größte Standort von Electrify America liegt nicht am Autobahnrand, sondern neben Geschäften, wenige Minuten von Disney World und den Universal Studios entfernt, wo Familien mit Kindern, Gepäck und leerem Akku anhalten. Die Zahl, die darüber entscheidet, ob Sie in der Schlange warten, ist nicht die 350. Es ist die 24.

Was in Orlando eröffnet wurde

Electrify America hat den Standort am 22. Oktober 2026 am Einkaufszentrum Sand Lake Corners South in Orlando, Florida, eröffnet. Er umfasst 24 DC-Schnelllader, alle mit CCS-Anschlüssen, jeweils mit bis zu 350 kW. Der Standort liegt nahe der Interstate 4 und dem Orlando International Airport und richtet sich sowohl an Fahrerinnen und Fahrer aus der Region als auch an Besucher auf dem Weg zu den Freizeitparks.

Laut electrive.com betreibt Electrify America in Florida bereits mehr als 350 Lader an über 60 Standorten. Das Unternehmen gibt an, dass Florida 2025 nach Kalifornien die zweithöchste Zahl zugelassener Elektroautos in den USA hatte. Ein weiterer Standort mit zehn Ladepunkten soll in den kommenden Monaten in Orlando eröffnen.

24 Stellplätze ergeben bis zu 8,4 MW

Multipliziert man die Ladepunkte mit ihrer Leistung, ergibt sich eine Nennleistung von 24 × 350 kW, also 8,4 MW. Kein Elektroauto hält 350 kW lange, deshalb schmeichelt die Spitzenzahl jedem Schnellladestandort. Die Station von Electrify America mit 20 Ladepunkten in Santa Barbara, Kalifornien, wurde im Juni mit einem 1,9-MW-Batteriespeicher vor Ort eröffnet. Das entspricht rund 95 kW Puffer pro Ladepunkt – und sagt mehr über die tatsächliche Last aus als die 350-kW-Aufkleber.

Für Fahrerinnen und Fahrer ist die entscheidende Größe, wie viele Autos gleichzeitig anstecken können. In dieser Hinsicht ist der Standort Orlando eine andere Größenordnung als das meiste in seiner Umgebung. Floridas mehr als 350 Lader verteilen sich auf über 60 Standorte – im Schnitt weniger als sechs Ladepunkte pro Standort.

Ladevorgänge pro Lader im Netz

Electrify America gibt an, 2025 in Nordamerika die Marke von 5.600 Ladern überschritten zu haben, mit mehr als 20 Millionen Ladevorgängen in diesem Jahr. Umgerechnet sind das etwa 3.570 Ladevorgänge pro Lader und Jahr oder rund zehn pro Tag und Ladepunkt. Ein Standort mit 24 Ladepunkten kann einen geschäftigen Nachmittag auffangen, an dem ein Standort mit vier Ladepunkten scheitert.

Was ein Familienhalt wirklich braucht

Wer schon mit Kindern zu einem Ferienpark gefahren ist, kennt den Ablauf des Stopps. Man kommt mit leerem Akku an, alle müssen auf die Toilette, und das jüngste Kind will essen, bevor das Auto fertig ist. 24 Ladepunkte bedeuten, dass eine defekte Säule – oder vier defekte Säulen – den Nachmittag nicht beenden. Sie bedeuten auch, dass Sie seltener das vierte Auto in der Warteschlange sind, während jemand vor Ihnen bis 100 % lädt, weil es keinen anderen Platz gibt.

Die Geschäfte und Restaurants an den Sand Lake Corners sind genauso wichtig wie die Elektronik. Ein Nachladen von 10–80 % bei einer 77-kWh-Batterie sind rund 54 kWh. Bei durchschnittlich 100 kW über den Ladevorgang sind das etwa eine halbe Stunde – und die Kinder essen noch, wenn das Auto fertig ist. Ihre eigenen Reisedaten können Sie vor der Abfahrt in unseren Ladekostenrechner und unseren Reichweitenrechner eingeben.

Vorerst nur CCS

Der Standort Orlando bietet ausschließlich CCS-Anschlüsse. Electrify America hat im Juli 2026 ein Pilotprogramm für NACS-Stecker an ausgewählten stark frequentierten Standorten ausgeweitet, dieser hier wurde jedoch ohne eröffnet. Fahrerinnen und Fahrer von Autos mit nativem NACS-Anschluss brauchen hier einen Adapter; wer in Europa mit einem CCS-Auto unterwegs ist, wird von dieser Eigenheit nicht berührt, denn auf dieser Seite des Atlantiks ist CCS2 der Standardstecker.

Der europäische Maßstab

Die EU-Vorgaben für das Kernnetz TEN-T verlangen Ladeparks mit mindestens 400 kW etwa alle 60 km. Die 8,4 MW Nennleistung des Standorts Orlando liegen damit etwa beim Zwanzigfachen dieses Minimums – an einer einzigen Adresse. Das ist kein direkter Vergleich, denn europäische Korridore sind auf Flächenabdeckung ausgelegt, während dieser Standort auf eine dichte Warteschlange von Urlaubsverkehr ausgelegt ist. Es zeigt aber, wie viel Kapazität ein einzelner urbaner Standort inzwischen tragen kann. Wenn Sie stattdessen eine Europareise planen, sind unsere Supercharger-Datenbank mit 483 Standorten und die Karte der Ladestationen der richtige Startpunkt, und die Liste der günstigsten Standorte lohnt vor einer langen Fahrt einen Blick.

Kapazitätsplanung ist keine rein amerikanische Frage. Wir haben darüber berichtet, wie das Source-Netz seine UK-Ultra-Rapid-Hubs für GreenFlux-Roaming öffnet, und über die britische Regeländerung, die Haushalten erlaubt, ein Ladekabel über den Gehweg zu führen und bis zu 300 £ zu sparen. In beiden Fällen geht es darum, kleine Hürden aus dem Weg zu räumen, die darüber entscheiden, ob ein Ladestopp lästig ist.

Was Sie prüfen sollten, bevor Sie sich auf einen solchen Standort verlassen

Prüfen Sie die Live-Verfügbarkeit in der App des Betreibers, bevor Sie die Autobahn verlassen – nicht erst bei der Ankunft. Halten Sie einen zweiten Standort parat, denn ein Hub mit 24 Ladepunkten ist immer noch eine Adresse, und eine Straßensperrung oder ein voller Parkplatz können ihn unbrauchbar machen. Planen Sie keinen großen Umweg für eine einzelne Säule ein. Und seien Sie ehrlich zur Ladekurve Ihres Autos: Ein Auto, das bei 100 kW Spitze liegt, lädt nicht schneller, nur weil auf der Säule 350 steht.

Lädt mein Auto an diesem Standort mit 350 kW?

Nur wenn das Auto diese Leistung selbst aufnimmt. Die Säule setzt eine Obergrenze, kein Versprechen. Die meisten Familien-Elektroautos liegen in der Spitze deutlich unter 350 kW und drosseln oberhalb von 80 % Ladezustand spürbar.

Brauche ich am Standort Orlando einen Adapter?

Wenn Ihr Auto einen nativen NACS-Anschluss hat, ja, denn dieser Standort wurde ausschließlich mit CCS-Anschlüssen eröffnet. Electrify America betreibt ein separates NACS-Pilotprojekt an anderen stark frequentierten Standorten.

Quelle: https://www.electrive.com/2026/10/22/electrify-america-opens-its-largest-ev-charging-station-to-date/

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