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Ihr Browser unterstützt das Audio-Element nicht.Drei Motoren, ein klares Ziel
Die Antriebskonfiguration des CLA 45 ist ambitioniert: Zwei Axialflussmotoren sitzen an der Hinterachse, ein dritter treibt die Vorderräder an – gespeist werden alle von einer 94-kWh-Batterie auf Basis einer 800-Volt-Architektur. Die Systemspitzenleistung erreicht 500 kW (680 PS), die Dauerleistung liegt bei 450 kW und das maximale Drehmoment bei gewaltigen 1.759 Nm. Das Ergebnis: ein Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,0 Sekunden nach konventioneller Messung, mit der in einigen Märkten üblichen One-Foot-Rollout-Methode sogar in 2,71 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt, mit dem optionalen AMG Dynamic Plus Package sind es 270 km/h.
Was Axialflussmotoren von den Radialflussmotoren in den meisten Elektroautos unterscheidet, sind Bauform und Leistungsdichte. Während herkömmliche Motoren an eine dicke Scheibe erinnern, sind Axialfluss-Designs pfannkuchenförmig – kürzer in der Länge, aber größer im Durchmesser. So kann Mercedes-AMG mehrere Motoren auf einer Achse unterbringen, ohne das Fahrzeug übermäßig breit zu machen, und erreicht eine höhere Drehmomentdichte pro Kilogramm Motormasse. Für einen Kompaktwagen wie den CLA ist dieser Verpackungsvorteil entscheidend. Auch das Thermomanagement profitiert, denn die große Oberfläche hilft, Wärme bei dauerhafter Hochleistungsfahrt abzuführen – eine Herausforderung, die AMG-Kundinnen und -Kunden auf unbegrenzten Autobahnabschnitten unweigerlich testen werden.
Effizienz jenseits der Leistungsdaten
Trotz der rohen Kraft zeigt der CLA 45 bemerkenswert zurückhaltende Verbrauchswerte. Mercedes-AMG nennt eine kombinierte WLTP-Reichweite von 16,5 bis 19,6 kWh pro 100 Kilometer, je nach Karosserieform und Ausstattung. Die Limousine erreicht über 670 km WLTP-Reichweite, der Shooting Brake mehr als 640 km. Beim Laden unterstützt das 800-Volt-System Schnellladen mit Gleichstrom (DC) bis 330 kW, das Wechselstromladen (AC) ist auf 22 kW begrenzt – ein nützlicher Wert für europäische Haushalte und Arbeitsplätze mit Drehstromanschluss. Die adaptive Federung und die aktiven Aerodynamikelemente – darunter ein Heckspoiler an der Limousine und ein Dachkantenspoiler am Shooting Brake – passen sich an, um bei höherem Tempo mehr Abtrieb zu erzeugen und den Verbrauch auf Autobahnfahrten weiter zu stabilisieren.
Warum der CLA 45 für Mercedes' Elektroambitionen in Europa wichtig ist
Der Zeitpunkt des Marktstarts für den CLA 45 ist kein Zufall. Nach einem ernüchternden Rückgang der Auslieferungen von Batterie-Elektrofahrzeugen im Jahr 2025 erholte sich die Mercedes-Benz Group im ersten Quartal 2026 und meldete einen Anstieg der globalen BEV-Verkäufe um 11 Prozent auf 50.400 Einheiten – als wichtigster Wachstumstreiber gilt die CLA-Familie. Für europäische Käuferinnen und Käufer passt der CLA in ein attraktives Umfeld: Er bietet Premium-Marke und echte technische Substanz in einer Größe, die in dichte Städte und enge Parkhäuser passt, und kommt gleichzeitig weit genug, um die Strecke von Berlin nach München mit einer Ladung zu schaffen. Die Variante Shooting Brake – eine Karosserieform, die in Europa seit Langem eine Fangemeinde hat – stärkt den regionalen Reiz zusätzlich.
Im Wettbewerb tritt der CLA 45 in ein Segment ein, in dem europäische Hersteller darum wetteifern, das kompakte Elektro-Performanceauto zu definieren. Der Hyundai IONIQ 5 N hat gezeigt, dass elektrische Hot Hatches echtes Fahrerlebnis vermitteln können, während BMWs kommende i3-Limousine auf Basis der Neuen Klasse dasselbe Premium-Kompaktterrain beanspruchen will. Der CLA 45 hebt sich durch seine Motorentechnologie ab – das Drei-Motoren-Layout mit Axialflussmotoren ist in dieser Preisklasse derzeit konkurrenzlos – und durch die emotionale Bandbreite, die das AMG-Logo auf dem Kontinent auslöst.
Was das für die Elektro-Roadmap von Affalterbach bedeutet
Der CLA 45 ist kein isoliertes AMG-Experiment. Er folgt dem GT 4-Türer Coupé bei der Einführung von Axialflussmotoren und signalisiert ein klares Vorhaben: Die elektrische Zukunft von AMG soll auf maßgeschneiderter Motorentechnologie aufbauen, nicht nur auf umetikettierter Mercedes-Benz-Hardware. Die 800-Volt-Architektur, das adaptive Fahrwerk und das aktive Aero-Paket deuten auf eine Performance-Philosophie hin, die den Umstieg auf Elektro nicht als Einschränkung, sondern als Designchance begreift. Für europäische Fahrerinnen und Fahrer, die mit der Verbrenner-Ära von AMG aufgewachsen sind – knallende Auspuffe, Turbopfeifen, Schaltpaddel-Dringlichkeit –, bleibt die Frage, ob der CLA 45 diese emotionale Sprache in die lautlose Drehmomentabgabe dreier Elektromotoren übersetzen kann. Die Zahlen legen nahe, dass er es kann; die Straße wird das Urteil sprechen.
Was unterscheidet Axialflussmotoren von herkömmlichen E-Motoren?
Axialflussmotoren sind wie eine flache Scheibe geformt und nicht wie ein Zylinder. Das bringt höhere Drehmomentdichte und eine kompaktere Bauweise. So kann Mercedes-AMG zwei Motoren an der Hinterachse des CLA 45 unterbringen, ohne das Auto übermäßig breit zu machen, und verbessert zugleich das Thermomanagement bei dauerhafter Hochleistungsfahrt.
Wie lange dauert das Laden der Batterie des CLA 45?
Mercedes-AMG hat noch keine vollständigen Ladekurven oder Ladezeiten veröffentlicht. Bestätigt ist, dass die 94-kWh-Batterie auf einer 800-Volt-Architektur läuft, die DC-Schnellladen mit bis zu 330 kW unterstützt, während das AC-Laden bei bis zu 22 kW liegt – eine Ladung von 10 auf 80 Prozent dürfte an einer geeigneten Ultraschnellladesäule damit deutlich unter 25 Minuten liegen.
Wird der elektrische CLA 45 in jedem europäischen Markt als Shooting Brake erhältlich sein?
Ja, Mercedes-AMG hat sowohl die Limousine als auch den Shooting Brake für den CLA 45 bestätigt, und beide werden in allen europäischen Märkten angeboten. Der Shooting Brake hat sich historisch besonders gut in Deutschland, Großbritannien und Skandinavien verkauft.