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New Yorks erste Laternen-Ladesäule: 9,6 kW, 0,39 $/kWh, 30 Meilen in 1 Stunde

Symbolfoto
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New York Citys erste Laternen-Ladesäule für E-Autos wurde im Bush Terminal Park in South Brooklyn installiert: eine Voltpost-Air-Einheit, die etwa drei Meter hoch an einem Laternenmast sitzt. InsideEVs hat sie getestet und 0,39 $/kWh bezahlt – gegenüber mehr als 0,60 $/kWh an manchen DC-Schnellladern in der Nähe. Voltpost zufolge senkt die Mastmontage die Installationskosten um 70 % und braucht Stunden statt Wochen Grabenarbeiten.

Was Voltpost Air ist

Die Ausgabe sitzt rund 10 Fuß hoch am Mast – hoch genug, um Hochwasser und beiläufigem Vandalismus zu entgehen. Ihr Kabel ist 25 Fuß lang und zieht sich in das Gehäuse zurück, wenn ein Ladevorgang endet. Die Einheit unterstützt sowohl J1772- als auch J3400-Stecker im Tesla-Stil und liefert bis zu 9,6 kW bei 240 V und 40 A, heißt es in Voltposts Datenblatt.

Ein Detail ist wichtiger als die Hardware. Der Lader in Brooklyn bezieht keinen Strom aus dem Laternenstromkreis. Er nimmt Strom aus einem Gebäude in der Nähe, und laut Voltpost hat die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED auf Verteilnetzebene freie Kapazitäten hinterlassen. Keine Grabenarbeiten, keine neuen Leitungen, weniger Genehmigungsaufwand. Daher kommt die angegebene Kostenreduzierung von 70 %.

Eine Stunde an der Ladesäule

Suvrat Kothari von InsideEVs schloss einen Mercedes-Benz CLA 350 Electric an. Zu beiden Seiten des Masts parkten zwei Benziner, und das lange Kabel reichte trotzdem bis zum Ladeanschluss. Er scannte einen QR-Code, bestätigte, und das Kabel senkte sich ab. Eine Stunde später zeigte das Auto rund 30 Meilen (48 km) mehr Reichweite an.

Diese angezeigte Zahl sollte man prüfen. Die Ladesäule leistet maximal 9,6 kW, eine volle Stunde mit Höchstleistung ergibt also 9,6 kWh. Für 30 Meilen entspricht das rund 3,1 Meilen pro kWh oder etwa 20 kWh/100 km. Ein CLA 350 ist im normalen Fahrbetrieb effizienter, also hielt die Ladesäule entweder nicht die ganze Stunde über die Spitzenleistung oder die Reichweitenschätzung war konservativ. Die Restreichweitenanzeige eines Autos ist eine Schätzung, keine Messung.

Kosten pro 100 km

Mit den im Test implizierten 20 kWh/100 km ergeben die 0,39 $/kWh an der Laterne 7,80 $ pro 100 km, rund 6,70 € zum aktuellen Wechselkurs. Die DC-Schnelllader in der Umgebung mit mehr als 0,60 $/kWh kämen auf knapp über 12 $ pro 100 km, etwa 54 % mehr für dieselbe Strecke. Ein Benziner mit 6,5 l/100 km und 1,50 € pro Liter landet bei rund 9,75 € pro 100 km.

Heimladen liegt in einer anderen Kategorie. Mit einem Haushaltstarif für E-Autos in Tschechien, grob 4 bis 6 CZK pro kWh (0,16 € bis 0,24 €), kosten dieselben 20 kWh/100 km 3,20 € bis 4,80 €. Wer keinen eigenen Stellplatz hat, zahlt für die meisten Kilometer den Preis am Straßenrand – und an dieser Zahl sollte man sich orientieren. Unser Ladekostenrechner verrechnet Verbrauch, Tarif und Jahresfahrleistung und liefert die Jahresabrechnung.

Das einziehbare Kabel

Ein motorisiertes Kabel bringt eine zusätzliche Fehlerquelle an ein Stück Stadtmobiliar. Voltpost verweist auf die UL-Zertifizierung, Tausende Testzyklen und einen Betriebsbereich von -22 °F bis 122 °F (etwa -30 °C bis 50 °C). Das Unternehmen überwacht die Lader aus der Ferne und schickt bei physischem Reparaturbedarf den lokalen Wartungsdienst los. InsideEVs merkt an, dass Fahrende in der Stadt mit öffentlicher Ausrüstung nicht zimperlich umgehen – genau der Punkt, den ein einstündiger Test nicht beantworten kann.

Laden am Straßenrand in Europa

London hat laut den von InsideEVs zitierten Zahlen bereits mehr als 27.000 Ladepunkte am Straßenrand, viele davon nachgerüstete Laternen. Mastmontiertes AC-Laden von Ubitricity, heute Teil von Shell, gehört seit Jahren zum Straßenbild in Berlin und im Vereinigten Königreich, das Konzept ist hier also nicht neu. Der Unterschied liegt beim Bezahlen. Die AFIR-Regeln der EU verlangen Ad-hoc-Kartenzahlung an öffentlich zugänglichen Ladepunkten über 50 kW, mit späterer Frist für langsame AC-Punkte und Ausnahmeregeln für die Mitgliedstaaten. Ein Netz, das nur über QR-Code und App funktioniert – der Teil des Ladevorgangs, der der Testperson am wenigsten gefiel –, bräuchte hier einen Kartenleser oder eine gültige Ausnahme.

Die Skalierung ist die andere Lücke. Der Bundesstaat New York hat Fördermittel für 26 weitere Laternen-Ladesäulen im Rahmen eines 3-Millionen-Dollar-Programms von NYSERDA, und in neun US-Bundesstaaten wurden rund 500 Lader vergeben. Zugleich haben die Neuzulassungen von E-Autos und Plug-in-Hybriden in der Stadt die 81.000 überschritten. Laden ist auch die praktische Seite des EU-Ziels für 2035, das Frankreich und Deutschland auf eine Senkung um 80 % abschwächen wollen; ihr Vorschlag soll am 15. Oktober vorliegen.

Was man daraus mitnimmt

Wer am Straßenrand parkt, sollte seine Betriebskosten mit öffentlichen AC-Preisen statt mit Heimtarifen kalkulieren und vorab prüfen, was ein langsamer Ladevorgang im Winter tatsächlich liefert. Batteriewechsel bleibt die andere Antwort für Fahrende ohne eigenen Stellplatz. Nios jüngste Wochenbilanz lag bei 1.192.221 Wechseln in sieben Tagen, rund 6 % mehr pro Station als im Mai. Für längere Strecken umfasst unsere Supercharger-Datenbank 483 europäische Standorte mit Preisen, und die Seite mit den günstigsten Standorten zeigt die Spanne auf einen Blick.

Die Installation in Brooklyn brachte in einer Stunde rund 30 angezeigte Meilen bei 0,39 $/kWh – mit zwei Benzinern daneben und einem Kabel, das bis zum Anschluss reicht. Die Ausbauzahlen: 26 weitere geförderte Ladesäulen im Bundesstaat New York und rund 500 vergebene in neun Bundesstaaten, gegenüber 27.000 Ladepunkten am Straßenrand in London.

Quelle: https://insideevs.com/news/811388/voltpost-air-lamppost-ev-charger-review-insideevs/

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