Fünf Countys, 515 Ladepunkte
Das Geld geht in die Countys Bucks, Chester, Delaware, Montgomery und Philadelphia. PennDOT erwartet, dass die Förderrunde die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte in der Region um 27 % erhöht. In Philadelphia selbst könnte der Zuwachs 53 % erreichen.
Die Installationen sind ein Mix. Einige sind Level-2-Ladesäulen am Straßenrand in Wohnblöcken, andere DC-Schnellladestellplätze an Einkaufszentren, Parkplätzen und Einzelhandelsstandorten. Dieser Mix ist wichtiger als die reine Zahl: Wer keine Einfahrt hat, braucht nachts eine langsame Säule nahe der Haustür, wer auf der Durchreise ist, braucht für zwanzig Minuten eine schnelle.
Wer die Förderung erhält
Der Ladeanbieter It's Electric PA erhält 2,93 Millionen US-Dollar, um 157 Level-2-Ladepunkte am Straßenrand in 13 Vierteln von Philadelphia zu installieren. Voltpost sicherte sich Fördermittel für Installationen am Straßenrand in den Countys Bucks, Chester, Delaware und Montgomery.
Die größte Einzelzuwendung ging an Positive Energy: 7,22 Millionen US-Dollar für 54 Schnellladepunkte auf 11 Parkplätzen der Philadelphia Parking Authority. PNE Solutions America erhielt 4,47 Millionen US-Dollar für 24 Ladepunkte an fünf Standorten, und Wawa bekam Fördermittel für Installationen in mehreren Countys.
„Die Shapiro-Regierung hat bei der E-Auto-Förderung sofort losgelegt, und die Ergebnisse sprechen für sich“, sagte PennDOT-Verkehrsminister Mike Carroll. „Unter der Führung des Gouverneurs werden die Menschen im Delaware Valley und Reisende bald Zugang zu mehr als 500 neuen E-Auto-Ladepunkten in ihren Gemeinden haben.“
Was ein Ladepunkt kostet
Teilt man die Summe durch die Zahl der Ladepunkte, ergibt sich über die gesamte Runde ein durchschnittlicher Zuschuss von rund 71.800 US-Dollar pro Ladepunkt. Dieser Durchschnitt verdeckt eine große Spannbreite – und genau die ist interessant.
Bei It's Electric PA kommt die Runde am Straßenrand auf rund 18.700 US-Dollar pro Level-2-Ladepunkt. Positive Energys Schnellladeprojekt ergibt etwa 133.700 US-Dollar pro DC-Ladepunkt. PNE Solutions America landet bei knapp 186.250 US-Dollar pro Ladepunkt. Ein DC-Schrank braucht einen größeren Netzanschluss, einen Transformator und Tiefbauarbeiten, die eine Säule am Bordstein nicht benötigt – die Pro-Ladepunkt-Zahlen spiegeln das wider.
Ein Hinweis: Es handelt sich um Förderzuschüsse, nicht um die Gesamtkosten der Projekte. Die Empfänger finanzieren den Bau in der Regel mit, sodass die tatsächlichen Kosten pro Ladepunkt höher liegen als die genannten Zahlen. Betrachten Sie sie als Untergrenze.
Wo Pennsylvania derzeit steht
Laut PennDOT gibt es im Bundesstaat inzwischen 54 in Betrieb befindliche Stationen, die mit NEVI-Mitteln gebaut wurden, weitere 34 sind geplant oder im Bau. Seit der Eröffnung der ersten NEVI-finanzierten Station im Dezember 2023 hat das Netz mehr als 183.000 Ladevorgänge registriert und schätzungsweise rund 4.600 Tonnen CO2 vermieden.
Die Community-Charging-Runde wird mit mehr als 100 Millionen US-Dollar an Bundesmitteln gestützt. Weitere 58 Millionen US-Dollar sind bereits in Stationen entlang ausgewiesener Korridore für alternative Kraftstoffe und Zubringerstrecken geflossen. NEVI selbst ist das bundesweite Ladeprogramm, das mit dem Infrastrukturgesetz von 2021 geschaffen wurde.
Warum Laden am Straßenrand wichtig ist
Philadelphia hat viele Reihenhäuser und viele Mieterinnen und Mieter. Für diese Haushalte hängt die Wirtschaftlichkeit eines Elektroautos vollständig davon ab, was am Straßenrand verfügbar ist. Laden zu Hause ist die günstigste Art, ein E-Auto zu betreiben; öffentliches DC-Laden ist die teuerste. Mit unserem Ladekostenrechner können Sie Ihren eigenen Tarif und Ihren Verbrauch in diesen Vergleich einbeziehen.
Eine Level-2-Säule lädt je nach Fahrzeug typischerweise 30 bis 50 km Reichweite pro Stunde nach. Ein Auto, das über Nacht an einer Wohnstraße steht, kann morgens mit vollem Akku losfahren – zu einem Bruchteil der Kosten eines Schnellladestopps.
Der europäische Vergleich
Auch in Europa wird über die Förderung solcher Ladeinfrastruktur diskutiert, allerdings in anderem Maßstab. Die britische Regierung hat 100 Millionen Pfund für günstigeres Laden mit niedriger Leistung ab Frühjahr 2027 reserviert; dieser Topf ist mehr als doppelt so groß wie die Runde in Pennsylvania, noch bevor man den Wechselkurs berücksichtigt.
Unsere eigene Supercharger-Datenbank umfasst 483 Standorte in Europa. Beachten Sie den Unterschied bei der Einheit: Das sind Standorte mit jeweils mehreren Ladesäulen, während die Zahl 515 in Pennsylvania einzelne Ladepunkte zählt. Ein direkter Vergleich der beiden Zahlen würde die amerikanische Seite der Bilanz besser aussehen lassen, als sie ist.
Was offen bleibt
Die Zuwendungen betreffen fünf der 67 Countys Pennsylvanias, alle im Südosten rund um Philadelphia. Ob derselbe Ansatz – kleine Zuschüsse für Säulen am Bordstein, größere für Schnelllader auf Parkplätzen – im Rest des Bundesstaates wiederholt wird, geht aus dieser Ankündigung nicht hervor.
Fest steht: 54 NEVI-Stationen sind in Betrieb, 34 geplant oder im Bau, und 515 weitere Ladepunkte sind bewilligt, aber noch nicht gebaut. Termine für die Installation in der neuen Runde wurden nicht veröffentlicht.