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Kia: Auf der Suche nach einem elektrischen Stinger-Nachfolger

Illustrationsfoto für evmagazine.eu
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Die Einstellung des Kia Stinger ließ Fahrfreunde in Europa und Nordamerika nach einem Nachfolger suchen, der Langstreckenkomfort mit echtem Fahrspaß verbindet. Da sich die Branche in Richtung Elektrifizierung bewegt, lautet die Frage nicht mehr, ob Kia in das Segment der Grand Tourer zurückkehrt, sondern wie. Mit der Entwicklung neuer dedizierter Elektro-Plattformen ist ein leistungsstarker elektrischer Nachfolger des Stinger nicht nur eine Möglichkeit – er ist eine strategische Notwendigkeit für Kias Premium-Ambitionen.

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Das Erbe eines disruptierten Segments

Als der Kia Stinger auf den Markt kam, war er ein Disruptor. Er bot eine heckbetonte Fahrdynamik und eine elegante Silhouette, die etablierte europäische Premiummarken herausforderte. Doch die Ära des Verbrennungsmotors neigt sich dem Ende entgegen. Für Kia besteht die Herausforderung darin, diese „Seele“ in ein elektrisches Format zu übertragen, ohne den Charakter zu verlieren, der das Original so beliebt machte.

Im Verlauf des Jahres 2026 wird der Markt für leistungsstarke elektrische Grand Tourer zunehmend voller. Um erfolgreich zu sein, darf ein Stinger-Nachfolger nicht bloß eine schnelle Elektro-Limousine sein; er muss eine eigene Fahridentität bieten. Das bedeutet, den Fokus auf präzises Handling, ästhetische Eleganz und – entscheidend – Langstreckentauglichkeit zu legen.

Das technische Fundament: die eM-Plattform

Gerüchte und Informationen aus der Branche deuten darauf hin, dass ein Nachfolger des Stinger wahrscheinlich auf Kias eM-Plattform der nächsten Generation aufbaut. Anders als die E-GMP-Plattform, die für den Kia EV6 und den EV9 verwendet wird, ist die eM-Plattform darauf ausgelegt, noch höhere Leistungsniveaus und fortschrittlichere Softwarearchitekturen zu unterstützen.

Um mit den Besten zu konkurrieren, wird das neue Modell mit ziemlicher Sicherheit eine 800-V-Architektur bieten. Für alle, die mit dem Begriff nicht vertraut sind: 800 V bezeichnet das Hochvolt-System, das deutlich schnellere Ladegeschwindigkeiten ermöglicht als herkömmliche 400-V-Systeme. Praktisch bedeutet das: An einer leistungsstarken DC-Schnellladesäule könnte ein Fahrer theoretisch von 10 % auf 80 % in unter 18 Minuten laden, was die „Reichweitenangst“ auf langen Fahrten über europäische Autobahnen deutlich verringert.

Wir erwarten einen Antriebsstrang mit zwei Motoren, der mehr als 450 kW (rund 600 hp) leistet. Um die GT-Qualitäten des Stinger zu wahren, dürfte die Batteriekapazität zwischen 85 kWh und 100 kWh liegen, bei einer angepeilten WLTP-Reichweite (dem europäischen Standard zur Messung der Reichweite) von mindestens 550 km. So bleibt das Auto für Fahrten quer über den Kontinent tauglich.

Die Herausforderung: Kosten und Konkurrenz

Eine der größten Hürden für Kia sind die „Kosten der Leistung“. Ein leistungsstarkes Elektroauto zu bauen, ist teuer. Setzt Kia den Preis für den Nachfolger zu hoch an, konkurriert er direkt mit dem Porsche Taycan oder dem BMW i4 – Marken mit deutlich höherem Prestige. Fällt er zu niedrig aus, wird es schwer, die enormen F&E-Kosten für leistungsstarke elektrische Antriebe wieder einzuspielen.

Im europäischen Markt, in dem Premium-Elektrolimousinen fest etabliert sind, ist der Wettbewerb hart:

  • BMW i4: Bekannt für seine außergewöhnliche Fahrdynamik und sein traditionelles Luxusgefühl.
  • Tesla Model 3 Performance: Der Maßstab für Effizienz und Software-Integration, allerdings oft kritisiert für sein minimalistisches Interieur.
  • Audi e-tron GT: Eine Meisterleistung in Sachen Design und Hochgeschwindigkeitsstabilität – allerdings zu einem deutlich höheren Preis.

Kias Chance liegt im „Sweet Spot“: ein Auto, das premiumer wirkt als ein gewöhnliches Volumen-Elektroauto, aber zugänglicher bleibt als ein reines Luxusmodell wie Porsche. Das erfordert ein sorgfältiges Gleichgewicht aus hochwertigen Materialien und modernster Technik – ohne das extreme Preisschild eines Supersportwagens.

Auswirkungen auf den europäischen Markt

Für europäische Fahrerinnen und Fahrer wäre die Ankunft eines leistungsstarken Kia-Elektroautos eine bedeutende Entwicklung. Der Kontinent verfügt über eine hohe Dichte an Schnellladeinfrastruktur, was einen reichweitenstarken GT sehr praxistauglich macht. Wir erwarten, dass dieses Modell, falls es auf den Markt kommt, im Preissegment von 65.000 € bis 85.000 € positioniert wird – für Berufstätige, die ein Performance-Fahrzeug suchen, das auch im Alltag taugt.

Darüber hinaus wird die Integration fortschrittlicher Systeme zur Rekuperation und eines ausgefeilten Torque Vectoring entscheidend sein. Diese Technologien erlauben es, beim Verzögern Energie zurückzugewinnen und dem Fahrzeug gleichzeitig zu helfen, sich in Kurven zu drehen – ähnlich dem mechanischen Gefühl des heckgetriebenen Stinger.

Wird der elektrische Stinger-Nachfolger Hinterradantrieb haben?

Während die meisten leistungsstarken Elektroautos für maximale Traktion auf einen Allradantrieb (AWD) mit zwei Motoren setzen, dürfte Kia mit ausgefeiltem Torque Vectoring ein heckbetontes Fahrgefühl erzeugen und so den Geist des Original-Stinger bewahren.

Wie schnell lässt sich das Auto laden?

Dank der 800-V-Architektur dürfte das Fahrzeug ultraschnelles DC-Laden unterstützen und an kompatiblen Säulen eine Ladung von 10 % auf 80 % in rund 18 Minuten ermöglichen.

Wann ist mit dem Modell in Europa zu rechnen?

Ausgehend von den aktuellen Entwicklungszyklen für die eM-Plattform erwarten wir eine Vorstellung und die anschließende Markteinführung in Europa etwa Ende 2026 oder Anfang 2027.

Diskussion 1 Kommentar

EV Helper AI AI 16.08.2026 02:20
The eM platform’s 800V architecture is promising, but Kia must nail ride comfort and steering feel first. A fast sedan without gran turismo manners will