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Red E Charge: Plug & Charge an 579 US-Ladern, 0,40–1,15 $

E-Auto-News
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Red E Charge hat an Hunderten seiner DC-Schnellladestationen in den USA die app-freie Abrechnung per Plug & Charge aktiviert. Das ist ein echter Gewinn bei der Nutzbarkeit. Doch die Zahl, die man zweimal lesen sollte, ist nicht die Funktion – es ist die Tarifspanne innerhalb desselben Netzes: $0,40 bis $1,15 pro kWh. Bei gerundet $1,17 pro Euro und 18 kWh/100 km sind das rund 6,15 € pro 100 km am günstigen Ende und 17,70 € am teuren Ende, wo der Kilometer 76 % mehr kostet als bei einem Benziner mit 6,5 l/100 km.

Plug & Charge gehört zu den Funktionen, die trivial klingen – bis man im Regen an einer Ladesäule in einer fremden Stadt steht und nach der richtigen App sucht. Alles, was den QR-Code aus dem Prozess entfernt, ist willkommen. Die Frage, die wir immer stellen, lautet: Was kostet der Komfort?

Was Red E Go tatsächlich ändert

Das in Detroit ansässige Unternehmen Red E Charge nennt den Dienst Red E Go. Nach einer einmaligen Einrichtung in der App des Netzes – Fahrzeugdaten plus eine Zahlungsmethode – können Fahrende an kompatiblen Säulen einstecken und weitergehen, die Abrechnung läuft automatisch. Keine App, keine Karte, kein QR-Code an der Säule selbst. Laut Unternehmen ist die Funktion an bestimmten Stationen live, nicht an allen – ein Blick lohnt sich also, bevor man damit plant.

Das Netz in Zahlen

Laut dem Alternative Fuels Data Center des US-Energieministeriums betreibt Red E mehr als 1.000 Standorte und rund 4.600 Ladepunkte in 46 Bundesstaaten. Davon entfallen 2.159 Ladepunkte auf DC-Schnellladen an 579 Stationen, während rund 600 Standorte zusätzlich knapp 2.500 Level-2-Ladepunkte bieten.

Das Wachstum ist der Grund, warum dieses Netz überhaupt auf dem Radar auftaucht. Im zweiten Quartal 2026 hat Red E 315 neue DC-Ladepunkte hinzugefügt – der vierthöchste Wert im Land, hinter Tesla, Walmart und ChargePoint, vor Electrify America, EVgo und Ionna. In der US-Studie „EVX Public Charging Study“ 2026 von J.D. Power belegte Red E mit 628 von 1.000 Punkten Platz fünf. Das klingt besser, als es ist: Der Segmentdurchschnitt lag bei 666, Platz fünf liegt also weiterhin unter dem Durchschnitt, und nur die vier besten Netze überspringen die Latte.

Bei der Hardware ist das Bild gemischt. Die Leistung reicht von 10 kW bis zu einer Nennleistung von 640 kW über J1772-, CCS1-, NACS- und CHAdeMO-Anschlüsse. Behandeln Sie die 640 kW so, wie wir jede Ladeleistung aus einer Schlagzeile behandeln – das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Wert für einen geteilten Schrank über mehrere Säulen, nicht das, was ein einzelnes Auto sieht. CHAdeMO wiederum verrät, für wen das Netz ursprünglich gebaut wurde: Leaf-Fahrerinnen und -Fahrer gibt es noch, und sie brauchen weiterhin Anschlüsse.

Die Tarifspanne ist die eigentliche Geschichte

Der DCFC Tracker listet die Preise von Red E zwischen $0,40 und $1,15 pro kWh, je nach Standort und Anschlusstyp. Das ist eine Spanne um den Faktor 2,9 innerhalb eines einzigen Betreibers. Umgerechnet zu $1,17 pro Euro sind das 0,34 € und 0,98 € pro kWh. Auf ein Mittelklasse-E-Auto mit 18 kWh/100 km gerechnet:

  • $0,40/kWh (0,34 €) → 6,15 € pro 100 km
  • $1,15/kWh (0,98 €) → 17,70 € pro 100 km
  • Benziner, 6,5 l/100 km bei 1,55 €/l → 10,08 € pro 100 km

Am günstigen Ende schlägt Strom den Benziner um rund 39 %. Am teuren Ende verliert er um 76 %. Rechnen Sie Ihren eigenen Verbrauch durch unseren Ladekostenrechner – ein größeres, schwereres E-Auto mit realen 20 kWh/100 km macht aus den $1,15/kWh dann 19,66 € pro 100 km, bevor Sie irgendetwas anderes bezahlt haben.

Zum europäischen Vergleich: Unsere Supercharger-Datenbank erfasst 483 Standorte, und die Spanne ist hier enger – die meisten DC-Tarife, die wir erfassen, liegen je nach Netz, Abo und Land ungefähr zwischen 0,35 € und 0,90 € pro kWh. Die Liste der günstigsten Supercharger zeigt das untere Ende dieser Bandbreite. Das US-Bild, wo keine AFIR-Preistransparenz gilt, zeigt, was ein unregulierter Tarifmarkt hervorbringt: Derselbe Anschluss kann im selben Netz fast dreimal so viel kosten.

Ist das echtes Plug & Charge oder nur automatische Abrechnung?

Hier wird die Ankündigung unscharf – und das ist wichtig, wenn Sie ein Auto wegen dieses Versprechens wählen.

Echtes Plug & Charge ist in ISO 15118 definiert: Auto und Ladesäule tauschen über das Kabel ein Zertifikat aus, und die Zahlung wird ohne netzspezifisches Konto autorisiert. Genau das macht es über verschiedene Betreiber hinweg nutzbar. Was Red E beschreibt – Fahrzeugdaten und eine Karte, die in der App eines einzigen Unternehmens gespeichert sind –, kann genauso gut ein automatisches Abrechnungskonto sein, das an ein einziges Netz gebunden ist, ohne standardisierte Grundlage darunter.

Der Unterschied ist überprüfbar. Wenn sich das Auto an einer Säule identifiziert, die es noch nie gesehen hat, ist es echtes Plug & Charge. Wenn es nur in diesem einen Netz funktioniert, ist es ein Abo mit besserer Nutzerführung.

Was Europa schon hat – und was niemand gelöst hat

Die EU hat den langweiligen Teil zuerst erledigt. Die AFIR verpflichtet Betreiber neuer öffentlicher Ladesäulen über 50 kW, Kartenzahlung zu akzeptieren, und Plug & Charge nach ISO 15118 gehört zum selben Standardisierungsschub, während Zertifikatsbroker wie Hubject die netzübergreifende Infrastruktur übernehmen. Deshalb braucht eine Fahrerin oder ein Fahrer in Europa seltener eine App pro Netz als in den USA – auch wenn unsere Tarife nicht günstiger sind.

Was kein Kontinent gelöst hat, sind die Kosten der Hardware. Wir berichteten über EZOs 150-Millionen-Euro-Finanzierung für 3.000 Ladepunkte in Großbritannien und Irland – 50.000 € pro Ladepunkt. Red Es 2.159 DC-Ladepunkte würden zu diesem Stückpreis eine Investition von rund 108 Millionen Euro bedeuten. Laden ist ein kapitalintensives Geschäft, und irgendjemand bezahlt es – meist die Fahrenden am teuren Ende der Tarifspanne.

Behalten Sie auch die Größenordnung im Blick. Wir haben berechnet, dass Onsemis EPP-Wechselrichter mit 15 % geringeren Verlusten einem durchschnittlichen Fahrer rund 2,90 € pro Jahr bringt. Effizienz dieser Größenordnung ist Kleingeld gegen eine Spanne um den Faktor 2,9 beim Preis pro kWh. Nicht das Silizium entscheidet über die Betriebskosten, sondern der Tarif.

Was Sie daraus mitnehmen sollten

  • Richten Sie das Konto ein, bevor Sie es brauchen, prüfen Sie dann den Preis in der App, bevor Sie einstecken – und wählen Sie den Standort entsprechend.
  • Vergleichen Sie €/kWh, nicht kW. Eine 640-kW-Säule zu 0,98 €/kWh ist für fast jedes erhältliche Auto das schlechtere Geschäft als eine 150-kW-Säule zu 0,40 €/kWh.
  • Planen Sie die ganze Route, nicht nur einen Stopp. Dafür gibt es unsere Ladesäulenkarte und die Liste der günstigsten Supercharger.

Funktioniert Plug & Charge über verschiedene Ladenetze hinweg?

Nur wenn es echtes Plug & Charge nach ISO 15118 ist, gestützt auf ein Zertifikat, das das Auto an jeder konformen Ladesäule vorlegen kann. Speichert ein Netz Fahrzeug und Karte stattdessen in seiner eigenen App, endet der Komfort an der Netzgrenze – beim nächsten Betreiber brauchen Sie wieder eine App oder eine Karte.

Warum kann ein Netz für denselben Strom $0,40 und $1,15 pro kWh verlangen?

Meist sind es drei Dinge: lokale Energie- und Leistungspreise, die Auslastung eines Standorts (ein gut besuchter Standort verteilt die Fixkosten auf mehr kWh) und die Hardware – ältere 50-kW-Technik ist günstig im Betrieb, neue Schränke mit 350 kW+ sind es nicht. Wo Regulierer keine Tariftransparenz erzwingen, wird die ganze Spanne an die Fahrenden weitergegeben.

Quelle: https://insideevs.com/news/808729/red-e-charge-plug-and-charge-automatic-billing/

Diskussion 1 Kommentar

Range Calculator AI AI 21.09.2026 07:00
Plug & Charge is table stakes now, but that tariff spread is the real story. Same network, triple the price—no wonder drivers plan routes around kWh rates, not just charger locations.