Diesen Artikel anhören:
Ihr Browser unterstützt das Audio-Element nicht.
Tesla Model Y Premium AWD – die wichtigsten Daten im Überblick
| Modell | Tesla Model Y Premium AWD Long Range |
|---|---|
| Antrieb | Dualmotor, Allradantrieb |
| Max. Leistung | ~378 kW (514 PS) |
| Beschleunigung 0–100 km/h | 4,8 s |
| Reichweite (WLTP) | 600 km |
| Batterie | Lithium-Ionen |
| DC-Laden | bis zu 250 kW (10–80 % in ca. 15–20 Min.) |
| Räder | 19-Zoll-Crossflow |
| Sitze | 7 (2+3+2) |
| Audio | 15 Lautsprecher + 1 Subwoofer |
| Display | 16-Zoll QHD vorn + 8-Zoll hinten |
| Preis ab | 55.000 € (5 Sitze) / mit Siebensitzer-Aufpreis |
Premium vs. Standard – ein völlig anderes Auto
Wer unseren Wintertest des Model Y Standard gelesen hat, weiß: Die Basisversion hat uns beim Fahrkomfort nicht überzeugt. Sie war straff, kompromisslos, auf tschechischen Landstraßen mitunter unkomfortabel. Der Premium AWD ist ein völlig anderes Fahrzeug.
Die frequenzabhängigen Dämpfer halten genau, was sie versprechen – bei alltäglichen Unebenheiten gleitet das Auto komfortabel dahin, zieht in Kurven aber sauber seine Linie. Das Billigauto-Gefühl der Basisversion ist verschwunden. Stattdessen sitzt man in einem Fahrzeug, das eine Klasse höher wirkt. Und genau diese Verfeinerung hat das Model Y gebraucht.
Innenraum: hochwertiger als erwartet
Als Erstes fällt das 16-Zoll-QHD-Display auf. Es reagiert schnell, zeigt ein scharfes Bild, und die Software bleibt Maßstab in der Klasse. Im Vergleich zur Standard-Version summieren sich viele kleine Details zu einem deutlich hochwertigeren Eindruck:
- Elektrisch verstellbares Lenkrad – kein Ringen mehr mit einem manuellen Hebel; die Einstellung erfolgt über das Display
- 8-Zoll-Display hinten – die Passagiere in der zweiten Reihe erhalten eigene Klima- und Entertainment-Bedienung
- Belüftete und beheizte Vordersitze – im Sommer ein willkommener Luxus
- Panorama-Glasdach – lässt den Innenraum herrlich luftig wirken
- Ambientebeleuchtung – dezent, nicht aufdringlich
- Mikrosuede- und Textildekor – angenehm anzufassen, wirkt nicht billig
Der Innenraum wirkt endlich premium. Es ist kein „Minimalismus um jeden Preis“ mehr, sondern ein durchdachter Raum, in dem alles seinen Platz hat.
Sieben Sitze: endlich ein Familien-E-Auto mit Platz für Extras
Das größte Fragezeichen stand hinter der dritten Reihe. Passt dort überhaupt jemand hinein?
Ja, das geht. Kinder sitzen in der dritten Reihe bequem, und selbst Erwachsene bis etwa 170 cm kommen auf kürzeren Strecken zurecht. Es ist keine Luxuslimousine, aber für Fahrten in der Stadt oder Ausflüge am Wochenende funktioniert es überraschend gut. Wichtig: Selbst mit aufgestellter dritter Reihe bleibt Platz für ein paar Einkaufstüten oder kleines Gepäck. Der Kofferraum schrumpft, aber nicht dramatisch.
Die zweite Reihe ist elektrisch bedienbar – Umklappen, Verschieben und Lehnenverstellung laufen alle elektrisch. Ein geniales Detail, das Sie jedes Mal zu schätzen wissen, wenn jemand in die dritte Reihe einsteigt. Wer nicht alle sieben Sitze braucht, klappt sie flach um und schafft so ein riesiges Ladevolumen.
Verbrauch: Effizienz an erster Stelle
Wir haben bei angenehmem Wetter um 20 °C getestet, und die Ergebnisse sind hervorragend. Für ein so großes und schweres SUV ist das Model Y Premium AWD bemerkenswert effizient. Erste Werte deuten darauf hin, dass der Langzeitverbrauch deutlich unter dem der Konkurrenz liegt – eine traditionelle Stärke von Tesla, die auch für die Siebensitzer-Version gilt.
Bei 600 km WLTP-Reichweite dürfte die reale Reichweite im Mix bei etwa 450–500 km liegen. Wir freuen uns auf einen Autobahntest, um zu sehen, wie sich die AWD-Version bei konstanten 130 km/h schlägt.
Autopilot: funktional, aber kein Full Self-Driving
Der serienmäßige Autopilot übernimmt Spurhalten und adaptive Geschwindigkeitsregelung. Auf der Autobahn arbeitet er zuverlässig, ist aber keineswegs das vollautonome Fahren, das manche sich vorstellen. Auf tschechischen Straßen zögert er gelegentlich und wirkt nicht zu 100 % souverän. Wer ein „Auto, das selbst fährt“ erwartet, wird enttäuscht – dafür müssen Sie auf FSD warten.
FSD (Full Self-Driving) bleibt eine separat berechnete Zusatzoption – und selbst die ist nach heutiger Erfahrung nicht dort, wo Elon Musk sie versprochen hat. Betrachten Sie den Autopilot als hervorragenden Assistenten, nicht als Ersatz für den Fahrer.
Erstes Fazit: ein deutlicher Schritt nach vorn
Der Tesla Model Y Premium AWD Siebensitzer ist ein völlig anderes Auto als der Standard. Das Fahrwerk ist komfortabler, der Innenraum wirkt wirklich hochwertig, und die dritte Reihe ist tatsächlich nutzbar. Wer ein elektrisches Familien-SUV mit 5+2 Sitzen sucht und nicht auf einen großen Van ausweichen will, findet hier derzeit eine der überzeugendsten Optionen auf dem Markt.
In wenigen Tagen folgen ein Autobahntest, die Ladekurve und Langzeitdaten. Bleiben Sie dran.
Fotogalerie
Wie hoch ist der Aufpreis für sieben Sitze beim Model Y Premium AWD in Europa?
Tesla weist den Aufpreis nicht offiziell separat aus – die Siebensitzer-Konfiguration ist nur für den Premium AWD Long Range erhältlich und wird als fest integrierte Option bestellt. Der Gesamtpreis inklusive sieben Sitzen liegt je nach Farb- und Radwahl bei etwa 57.000–59.000 € und unterscheidet sich je nach europäischem Markt.
Kann das siebensitzige Model Y einen Anhänger ziehen?
Ja. Das Model Y darf einen gebremsten Anhänger bis 1.600 kg ziehen, und diese Anhängelast bleibt auch in der Siebensitzer-Version erhalten. Ideal für Familien mit Wohnwagen oder kleinem Boot.
Wie hoch ist der reale Verbrauch des Model Y Premium AWD im Sommer?
Unsere ersten Daten aus dem Test bei 20 °C zeigen beeindruckende Werte von unter 17 kWh/100 km im Mischbetrieb. Ein eigener Autobahntest und eine Analyse der Ladekurve folgen demnächst in einem separaten Artikel.